Neuland in Rethem

Das Buch zur Geschichte des Gewerbegebietes in Rethem ist erschienen. Es behandelt die Historie des Toschi-Werks, die chaotische Interimsphase nach der Insolvenz, und den Wiederaufbau durch die EGRA, bis hin zum Abriss der drei Schiffe des Mittelbaus. Im Buch finden sich Interviews mit Zeitzeugen, viele Pläne und Fotos, und eine detallierte Beschreibung des Wiederaufbaus durch die EGRA, wodurch aus einer Industriebrache das heutige ‚Leuchtturmprojekt‘ entstand.

Zum Preis von 20 Euro ist das Buch in Marikas ‚Kritzelkiste‘ an der Langen Straße erhältlich, oder auf dem Rathaus in Rethem. Ehemalige Toschi-Mitarbeiter und Interviewpartner erhalten es kostenfrei bei Werner Bergmann, direkt auf dem Gelände, oder bei Dieter Moll in Wohlendorf.

Hier noch die Zeitungsartikel zum Buchprojekt:

 

Staunen bei der IHK

‚Unsere Wirtschaft‘, das Magazin der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg, hat die EGRA in Rethem besucht. Gemeinsam besichtigten wir die große Baustelle, wo inzwischen kein Stein mehr auf dem anderen steht. Der eingebettete Film zum Artikel zeigt am Ende einige spektakuläre Bilder aus der Drohnen-Perspektive, und der Bürgermeister erzählt, wie aus anfänglichem Unglauben schließlich sein festes Vertrauen zu diesem niedersächsischen ‚Leuchtturmprojekt‘ entstand …

Link:

Vom Schandfleck zum Leuchtturm

 

Einst Toschi, jetzt Zukunft

Am Freitag, dem 8. Juni 2018, war der große Parkplatz auf dem EGRA-Parkplatz gut gefüllt. Alle ehemaligen Toschi-und Hachmeister-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren, soweit auffindbar, von der EGRA eingeladen worden, um ihnen zu zeigen, was aus ihrem ehemaligen Arbeitsplatz inzwischen geworden ist. Es gab Bratwurst, Bockwurst, ein eigens gebrautes ‚EGRA-Bier‘, dazu ausgedehnte Führungen. Und natürlich stellten die Verantwortlichen ihre künftigen Pläne vor. Hier die folgende Berichterstattung:

Geschichten aus dem Ratskeller

Die EGRA ist der Herausgeber eines Buches, das Anekdoten und Geschichten rings um den Alten Ratskeller in Rethem zusammenfasst. Mit Hilfe des Stadtarchivs konnten viele zuvor nahezu unbekannte Fotos aufgenommen werden. Eine lange Reihe von Zeitzeugen steuerte in Interviews Hintergründe und Döntjes zu Rethems zentralem Kulturzentrum bei, welches die EGRA als neue Besitzerin im Rahmen der (hoffentlich) kommenden Stadtsanierung bald zu reaktivieren trachtet. Margret Dannemann-Jarchow als Gestalterin und Klaus Jarchow als Texter brachten die gesammelten Ergebnisse ‚in Form‘.

Das Buch ist zum Preis von 15 Euro in der ‚Kritzelkiste‘ in Rethem erhältlich, wie auch auf dem Rathaus der Stadt.

Abschluss der ersten Bauphase: Unser ‚Leuchtturm‘ weist den Weg

Für die erste Bauphase hat die EGRA GmbH & Co. KG jetzt ihren Abschlussbericht vorgelegt. Alle Mittel wurden sachgerecht eingesetzt, die NBank hat am 10. April 2017 die positive Prüfung des abgeschlossenen Bauvorhabens auf dem ehemaligen Toschi-Gelände bestätigt.

Statt der projektierten 50 Arbeitsplätze wurden in den neuen Räumen 63 Vollzeitarbeitsplätze geschaffen (Stand: 30. 4. 2017) – in Bereichen wie Maschinenbau, Metallverarbeitung, Verfahrenstechnik, Bau von Batteriespeichern und Steuerung von Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen. Dies ist ein großer Entwicklungserfolg für die Samtgemeinde Rethem mit ihren 4.500 Einwohnern.

Jetzt soll der zweite Bauabschnitt beginnen: Ein Totalabriss der drei maroden Hallen auf dem Gelände mit anschließendem Neubau von modernen Gewerbe- und Industriehallen steht bevor. Ein Braunschweiger Unternehmen gewann hierbei die Ausschreibung für die technische Umsetzung des Projektes. Auch dieses Vorhaben ist im Prinzip bereits genehmigt, die Förderung steht. Zurzeit läuft noch die abschließende baufachliche Prüfung durch die Bauabteilungen der niedersächsischen Oberfinanzdirektion.

Vor der EGRA
(Bild: Dieter Moll)

In etwa zwei Jahren kann dann ein dreifach gegliederter Neubau aus Produktionshallen die Stelle bemooster und verwitterter Gemäuer einnehmen. Das so lange vernachlässigte Toschi-Gelände zeigt somit künftig ein Bild des Aufschwungs – statt eines solchen des Verfalls. Und erneut verfügt auch die Stadt Rethem über dringend benötigte Gewerbeflächen.

Wir danken allen, die sich für dieses Zukunftsprojekt eingesetzt haben: Vor allem Eberhard Franz vom Referat für regionale Wirtschaftsstrukturpolitik im niedersächsischen Wirtschaftsministerium sowie Martin Herrmann von der NBank. Natürlich aber auch Staatssekretärin Daniela Behrens und Wirtschaftsminister Olaf Lies, welcher der EGRA den ersten Zuwendungsbescheid persönlich überreichte, womit er das Projekt finanziell endgültig ins Rollen brachte.

Unser „Leuchtturmprojekt“, das im Jahr 2016 als einziges in Niedersachsen von der ‚Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW)‘ mit diesem Namen ausgezeichnet wurde, hat nach Abschluss aller Bauarbeiten die erste Hürde genommen.

Generell zeigt dieses Projekt aber auch, wieviel durch ein ehrenamtliches Engagement regionaler Unternehmen, von ortsansässigen Bürgerinnen und Bürgern, zu realisieren ist. Möge solcher Einsatz noch viele Nachahmer finden …

Denn längst strahlt das Projekt weit über Rethems Grenzen hinaus, es ist inzwischen im gesamten Heidekreis vernetzt. Wer Interesse an zukunftsträchtigen Entwicklungen hat, der ist uns in der EGRA hochwillkommen. Weitere Gesellschafteranteile liegen zur Zeichnung stets bereit, nach dem Motto: ‚Wer, wenn nicht wir?‘

EGRA gilt jetzt als ‚Leuchtturmprojekt‘

Titelseite des Berichts
Titelseite des Berichts

Um der Abwanderung der Menschen in die städtischen Ballungsräume zu begegnen, haben die Bundesregierung und die Länder die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ in Angriff genommen. Unterstützt von der EU fließen erhebliche Mittel in einen Fördertopf, der sich die nachhaltige Entwicklung strukturschwacher Regionen zum Ziel setzt.

Diese Bund-Länder-Kommission hat jetzt erstmals einen Jahresbericht vorgelegt, der aus allen Bundesländern sogenannte ‚Leuchtturmprojekte‘ vorstellt und würdigt; Projekte, die anderen zur Orientierung dienen können. Das Land Niedersachsen zählt in diesem Bericht ein einziges Leuchturmprojekt beispielhaft auf – die EGRA GmbH & Co. KG.

Im Text heißt es:

„In Rethem im Heidekreis wird der erste Abschnitt der Sanierung einer brachliegenden asbestkontaminierten Gewerbefläche (ehemaliges Toschi-Gelände) mit rund 880.000 Euro aus GRW-Mitteln gefördert. Das gesamte Investitionsvolumen beläuft sich auf knapp 1,3 Millionen Euro. Mit dieser Summe soll eine Reihe von Revitalisierungsmaßnahmen finanziert werden, um das Grundstück mit einer Größe von 76.000 m² einer nachhaltigen Nutzung zuzuführen.

Dieses Projekt verdient ein besonderes Augenmerk, da es nur durch das ehrenamtliche Engagement von Rethemer Bürgern und Unternehmern möglich geworden ist. Trägerin der Maßnahme ist die EGRA GmbH & Co. KG, die sich ausschließlich ehrenamtlich und mit privater Finanzierung aktiv für die gewerbliche Weiterentwicklung Rethems einsetzt.“

Die EGRA bedankt sich für diese Anerkennung ihres Engagements, und natürlich für die Förderung, welche diese positive Entwicklung in unserer Region erst möglich machte. Unter dem folgenden Link steht allen Interessierten der Bericht als Download zur Verfügung:

http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/Publikationen/regionalpolitischer-bericht-bund-laender-gemeinschaftsaufgabe-verbesserung-regionale-wirtschaftsstruktur-2016,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf

Moderne Hallen suchen kluge Investoren

Neue Flächen braucht das Land: Die drei neuen Hallen.
Neue Flächen braucht das Land: Die drei neuen Hallen.

Die Vorbereitungsarbeiten für die Sanierung, für den teilweisen Abriss von drei bestehenden Lagerhallen und für den Neubau von Gewerbe-und Lagerflächen auf dem EGRA-Gelände haben begonnen. Diese Erweiterung ist nötig, weil die erste Projektphase bereits größtenteils ausgebucht ist. Erneut können Investoren jetzt mit niedrigen Gewerbemieten rechnen, die dann mit der Zahl neu geschaffener Arbeitsplätze sogar weiter sinken. Und das ab dem Jahr 2018.

Entschlussfreudige Unternehmen können zurzeit noch die räumlichen Pläne und die Ausstattung ihres neuen Produktionsstandortes selbst mitbestimmen. Etliche Interessensbekundungen sind bereits bei der EGRA eingegangen.

Die Erfolgsgeschichte der EGRA setzt sich ungebrochen fort.

 

Unternehmer im Ehrenamt

Die EGRA GmbH & Co. KG ist eine ehrenamtliche Initiative der regionalen Wirtschaft. Das Ziel der Gesellschaft ist es durchaus, Gewinne für die Region zu erwirtschaften und damit in weitere Projekte zu investieren. Das übergeordnete Ziel ist es immer, die Region voranzubringen.

Zu diesem Zweck setzt die EGRA auf den Transfer ihres ehrenamtlichen Surplus: Investoren, die hier Arbeitsplätze schaffen, können mit konkurrenzlosen Fixkosten bei der Produktion rechnen.

Das so genannte ‚persönliche Gewinnstreben‘ wird also durch viel ehrenamtliches Engagement der Gesellschafter ersetzt, mit Unterstützung durch Politik und Verwaltung. Für das produzierende Gewerbe wird Rethem so zu einer ‚Stadt der kurzen Wege‘. Ein bundesweit einzigartiges Modell, das große Aufmerksamkeit weckt.

 

Ein weiteres EGRA-Projekt: Der Alte Ratskeller / Bild: Archiv der Stadt Rethem
Ein weiteres EGRA-Projekt: Der Alte Ratskeller / Bild: Archiv der Stadt Rethem