EGRA gilt jetzt als ‚Leuchtturmprojekt‘

Titelseite des Berichts
Titelseite des Berichts

Um der Abwanderung der Menschen in die städtischen Ballungsräume zu begegnen, haben die Bundesregierung und die Länder die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ in Angriff genommen. Unterstützt von der EU fließen erhebliche Mittel in einen Fördertopf, der sich die nachhaltige Entwicklung strukturschwacher Regionen zum Ziel setzt.

Diese Bund-Länder-Kommission hat jetzt erstmals einen Jahresbericht vorgelegt, der aus allen Bundesländern sogenannte ‚Leuchtturmprojekte‘ vorstellt und würdigt; Projekte, die anderen zur Orientierung dienen können. Das Land Niedersachsen zählt in diesem Bericht ein einziges Leuchturmprojekt beispielhaft auf – die EGRA GmbH & Co. KG.

Im Text heißt es:

„In Rethem im Heidekreis wird der erste Abschnitt der Sanierung einer brachliegenden asbestkontaminierten Gewerbefläche (ehemaliges Toschi-Gelände) mit rund 880.000 Euro aus GRW-Mitteln gefördert. Das gesamte Investitionsvolumen beläuft sich auf knapp 1,3 Millionen Euro. Mit dieser Summe soll eine Reihe von Revitalisierungsmaßnahmen finanziert werden, um das Grundstück mit einer Größe von 76.000 m² einer nachhaltigen Nutzung zuzuführen.

Dieses Projekt verdient ein besonderes Augenmerk, da es nur durch das ehrenamtliche Engagement von Rethemer Bürgern und Unternehmern möglich geworden ist. Trägerin der Maßnahme ist die EGRA GmbH & Co. KG, die sich ausschließlich ehrenamtlich und mit privater Finanzierung aktiv für die gewerbliche Weiterentwicklung Rethems einsetzt.“

Die EGRA bedankt sich für diese Anerkennung ihres Engagements, und natürlich für die Förderung, welche diese positive Entwicklung in unserer Region erst möglich machte. Unter dem folgenden Link steht allen Interessierten der Bericht als Download zur Verfügung:

http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/Publikationen/regionalpolitischer-bericht-bund-laender-gemeinschaftsaufgabe-verbesserung-regionale-wirtschaftsstruktur-2016,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf

Der Ratskeller: Neues ist machbar, Frau Nachbar!

Die Umgestaltung von Rethems zentralem Wahrzeichen, dem ortsbildprägendem Ratskeller, schreitet voran. Dankenswerterweise hat die EU aus ‚Leader-Mitteln‘ 35.000 Euro für eine ‚Machbarkeitsstudie‘ bewilligt, eine Studie, die alle vorgelegten Konzepte der Rethemer Bürger auf Herz und Nieren prüfen soll. Auch der Heidekreis gab 3.000 Euro hinzu, von der Stadt Rethem kamen 2.700 Euro, von der Sparkasse weitere 3.000 Euro. Aus Eigenmitteln der EGRA fließen 10.000 Euro in das Projekt.

Die Tragfähigkeit der vorgeschlagenen Pläne wird jetzt auf zwei Arten von Architekten und Ökonomen geprüft: Zum einen wird die vorhandene Bausubstanz mit den möglichen neuen Verwendungszwecken abgeglichen. Zum anderen wird die ökonomische Belastbarkeit aller Konzepte, einschließlich des Betriebs untersucht. Damit endlich auf solider Basis neues Leben in Rethems altes Zentrum einziehen kann.

An Interessenten fehlt es nicht, das Projekt findet schon im Vorfeld viel Zuspruch. Schriftlich liegen bisher sechs Interessenbekundungen vor, die meisten – nämlich vier – zielen auf ein geplantes Hotel für Fahrradtouristen, die bisher noch auf dem Aller-Leine-Radweg an Rethem vorbeireisen. Ein solche Unterkunft würde unausweichlich weitere Einrichtungen im Ratskeller nach sich ziehen: eine kleine Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten usw.

Der Umbau wird noch im Jahr 2017 beginnen. Offen ist die Frage, inwieweit die Sanierung des Alten Ratskellers in die beantragte Gesamtsanierung von Rethems historischer Innenstadt einbezogen werden kann. Kleine Läden, eine Bistro-Szene, Wohnmöglichkeiten in sanierten historischen Gemäuern direkt am alten Hafen, auch hier wäre vieles denkbar.

Im Vorfeld: Besichtigung von Marktkonzepten anderswo / Bild: Angela Meyer
Im Vorfeld: Besichtigung von Marktkonzepten anderswo / Bild: Angela Meyer